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  Die Antwort    
Maastrichter Vertrag
Ein in Maastricht am 7. Februar 1992 unterzeichneter Vertrag der EG-Staaten zur Gründung der Europäischen Union und zur Änderung der Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaften, der am 1.11.1993 in Kraft getreten ist. Der Maastrichter Vertrag verpflichtete die Mitgliedstaaten der EU zu einer Konvergenzpolitik als Vorbereitung der Währungsunion sowie zur Vollendung der Währungsunion in drei Stufen bis spätestens 1. Januar 1999.
 
 
 
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Maple Leaf
Auf deutsch Ahornblatt, das auf der Flagge Kanadas abgebildet ist. So bezeichnet man auch die seit 1979 von Kanada geprägten Goldmünzen. Seit 1988 gibt es auch einen Maple Leaf in Silber.
 
 
 
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Maria Theresia - Taler
Es ist der meistgeprägte Taler der Welt. Sein Bild blieb seit dem Tode der Kaiserin von Österreich 1780 fast unverändert. In Äthiopien war dieser Taler noch bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein Währungsmünze. Bis 1960 wurden sie im Orient als Handelsmünzen akzeptiert.
 
 
 
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Maria-Theresien-Taler
Nicht merkwürdig, aber absolut einmalig ist der Maria-Theresien-Taler. Dieser Taler mit dem Bild der Kaiserin Maria Theresia (1740-1780) war bald eine der wichtigsten Handelsmünzen in der Levante. Bis ins 20. Jh. blieb er gültiges, manchmal sogar das einzige von der Bevölkerung akzeptierte Zahlungsmittel. Man prägte ihn über 200 Jahre lang immer wieder neu. Die in dieser Zeit geprägte Menge wird auf 300 000 000 bis 400 000 000 Stück geschätzt. Eine solche Prägezahl wurde von keiner anderen Silbermünze je erreicht.
 
 
 
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Mark
Nordische Gewichtseinheit für Edelmetalle. Seit dem 9. Jh. ist Mark eine Gewichtseinheit, die im 11.-12. Jh. das Karolingische Pfund als Währungsgrundgewicht ablöste. Die Mark in Gold teilte man in 24 Karat zu 288 Grän; die Mark in Silber entsprach 8 Unzen oder 16 Lot oder 64 Quentchen.

Im 16.Jahrhundert wurde die Kölnische Mark zu 234 Gramm die wichtigste Mark. Erst 1857 wurde sie vom Gewichtspfund zu 500 Gramm abgelöst. Seit 1871 deutsche Währungseinheit.
 
 
 
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Mark der Deutschen Notenbank
Die alte deutsche Währungsbezeichnung Mark hat in den 130 Jahren ihres Bestehens mehrere Zusatznamen bekommen. Ganz ursprünglich hieß sie einfach Mark, dann Renten- und Reichsmark. Nach der Währungsreform gab es in der Bundesrepublik die Deutsche Mark und in der DDR die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank - beide abgekürzt DM.

1964 änderte die DDR ihre DM in MDN, Mark der Deutschen Notenbank. 1968 schließlich erhielt die Deutsche Notenbank in Ostberlin den neuen Namen Staatsbank der Deutschen Demokratischen Republik. Die Währung hieß danach bis zur Wiedervereinigung 1990 Mark der Deutschen Demokratischen Republik oder kurz Mark.

 
 
 
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Medaille
Prägung ähnlich einer Münze, aber ohne Kurswert. Medaillen werden für besondere Anlässe hergestellt und haben meist ein höheres Relief als Münzen. Ursprünglich bezeichnete das italienische "Medaglia" im 12. und 13. Jahrhundert antike und andere alte Münzen, die kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr waren.
 
 
 
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Messing = Me
Eine Legierung aus Kupfer und Zink mit überwiegendem Kupferanteil. Zur Prägung von Umlaufmünzen sehr beliebt. Die Abkürzung von Messing lautet: Me.
 
 
 
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Metallwert
Metallwert nennt man den inneren Wert einer Münze, im Gegensatz zum aufgeprägten Nennwert.
Er wird durch den Gehalt an Gold, Silber und Platin oder Palladium bestimmt und ist meist geringer
als der Nennwert. Heute spielt der Metallwert vor allem bei Anlagemünzen wie dem kanadischen
Maple Leaf, dem amerikanischen Eagle, dem australischen Nugget, der englischen Britannia und dem österreichischen Philharmoniker eine wichtige Rolle.
 
 
 
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Moneten
Der umgangssprachliche Begriff "Moneten" für Geld leitet sich von Moneta, einem Beinamen der römischen Göttin Juno, ab. Nahe ihrem Tempel auf dem Kapitolshügel in Rom soll die erste römische Münzstätte gestanden haben.

Von der römischen Göttin Moneta leiten sich außerdem die englischen, französischen, italienischen, portugiesischen sowie spanischen Begriffe für Münze ab: money, monnaie, moneta, moeda und moneda.

 
 
 
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Moneten
Leitet sich von Moneta ab, einem Beinamen der römischen Göttin Juno. Nahe ihrem Tempel auf dem Kapitolshügel in Rom soll die erste römische Münzstätte gestanden haben.
 
 
 
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Monogramme
Eigentlich bedeutet das Wort "Monogramm" nichts anderes als "Einzelbuchstabe". Man versteht unter dem Begriff heute allerdings die meist kunstvoll ineinander verschlungenen Anfangsbuchstaben von Namen. Monogramme kommen schon in der Antike auf Münzen vor. Häufig sind sie vor allem auf Kleinmünzen des 17. bis 19. Jahrhunderts. Viele dieser Münzen kann man nur über die Monogramme zuordnen und bestimmen. Die Tradition der Darstellung von Monogrammen im Münzbild wird bis in die Gegenwart fortgesetzt. So finden wir in skandinavischen Ländern Dänemark oder Schweden auch moderne Münzen, die Monogramme aufweisen.
 
 
 
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Motiv
Gedenkmünzen werden zu bestimmten Anlässen herausgegeben und haben daher - im Gegensatz zu Kursmünzen wechselnde Motive.
 
 
 
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Musterbanknoten
Euro Musterbanknoten für Schulungen erhältlich

Die Europäische Kommission stellt – ausschließlich zu Ausbildungszwecken – 28.000 Sortimente mit Attrappen der neuen Euro-Banknoten zur Verfügung. Diese werden nur an Euro-Trainer und Organisationen für blinde und sehbehinderte, taube und hörbehinderte sowie geistig behinderte Menschen ausgegeben.

Die Attrappen gleichen in Größe, Farbe und Papier den echten Euro-Banknoten, die ab 1. Januar 2002 in Umlauf kommen. Um Verwechslungen mit den Originalen zu vermeiden, ist auf der Vorderseite „No Value“ („Ohne Wert“) aufgedruckt. Die Rückseite bleibt völlig unbedruckt.


Euro-Trainer sowie Organisationen, die in den europäischen Netzwerken zusammengeschlossen sind und für die oben genannten Zielgruppen arbeiten, erhalten von der Europäischen Kommission automatisch ein Antragsformular, mit dem sie die Banknoten-Attrappen bestellen können.

Alle anderen Einrichtungen in Deutschland (Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Vereine, Beratungstellen usw.), die ein Sortiment für Ausbildungszwecke nutzen wollen, wenden sich bitte schriftlich an die E-Mail Adresse easyeuro@t-online.de oder rufen das Euro-Bürgertelefon 0180 321 2002 an.

 
 
 
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Mühlsteine
Mühlsteine waren kein Gerätegeld, wie man denken könnte, sondern ein anderer Name der Schreckenberger.
 
 
 
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Münzbuchstaben
An markanter Stelle auf dem Feld der Münze angebrachter Buchstabe, der angibt, aus welcher Münzstätte die jeweiligen Stücke stammen. Der Münzbuchstabe als Zeichen für die Herkunft der Stücke löste die Münzmeisterzeichen und die Points secrets (in Frankreich) ab.

Regelmäßig erschienen Münzbuchstaben auf französischen Münzen unter König Franz (François) I. (1515-1547). Im übrigen Europa kamen die Buchstabenzeichen im 18. Jh. in Benutzung. Da die Buchstaben nicht ausreichten, wurden auch andere Zeichen (Münzzeichen) oder Doppelbuchstaben (z.B. gekröntes M und AA für Metz, BB für Straßburg) zur Kennzeichnung der Münzstätten verwendet.

Die wichtigsten Münzstätten Deutschlands (Berlin), Frankreichs (Paris) und Österreichs (Wien) erhielten den Münzbuchstaben A. In Deutschland prägen aktuell die Münzstätten Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J).

 
 
 
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Münzdesigner Erich Ott
Der Gestalter der ersten deutschen Euro-Gedenkmünze ist den Sammlern hierzulande kein Unbekannter. Erich Ott aus München gehört zu den erfolgreichsten Designern bundesdeutscher Gedenkmünzen. Erstmals gewann er 1977 den Wettbewerb um die schönste 5-DM-Silbermünze zum 200. Geburtstag von Carl Friedrich Gauss.
Danach folgten weitere Gedenkfünfer auf Freiherr vom Stein (1981), Karl Marx (1983) und „150 Jahre Eisenbahn in Deutschland“ (1985). 19902 schuf Erich Ott die Vorderseite der 2-DM-Münze „Franz Josef Strauß“, ein Jahr später die 10-DM-Silbermünze „200 Jahre Brandenburger Tor“, 1993 „1000 Jahre Potsdam“ und schließlich im Jahr 2000 die Gedenkmünze „Aachener Dom/ Karl der Große“.
 
 
 
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Münze 1 Cent
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 1 Cent
  • Durchmesser: 16,25 mm
  • Dicke: 1,67 mm
  • Gewicht: 2,30 g
  • Form: rund
  • Farbe: rot
  • Zusammensetzung: Stahl mit Kupferauflage
  • Rändelung: glatt
 
 
 
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Münze 1 Euro
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 1 Euro (100 Cent)
  • Durchmesser: 23,25 mm
  • Dicke: 2,33 mm
  • Gewicht: 7,50 g
  • Form: rund
  • Farbe: außen: gelb / innen: weiß
  • Zusammensetzung: dreischichtig
  • Rändelung: gebrochen geriffelt
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 10 Cent
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 10 Cent
  • Durchmesser: 19,75 mm
  • Dicke: 1,93 mm
  • Gewicht: 4,10 g
  • Form: rund
  • Farbe: gelb
  • Zusammensetzung: Nordisches Geld
  • Rändelung: grob geriffelt (Wellenstruktur)
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 2 Cent
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 2 Cent
  • Durchmesser: 18,75 mm
  • Dicke: 1,67 mm
  • Gewicht: 3,06 g
  • Form: rund
  • Farbe: rot
  • Zusammensetzung: Stahl mit Kupferauflage
  • Rändelung: glatt mit umlaufender Rille
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 2 Euro
  • Nennwert: 2 Euro (200 Cent)
  • Durchmesser: 25,75 mm
  • Dicke: 2,20 mm
  • Gewicht: 8,50 g
  • Form: rund
  • Farbe: außen: weiß / innen: gelb
  • Zusammensetzung: dreischichtig
  • Rändelung: Schriftprägung fein geriffelt
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 20 Cent
Numimatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 20 Cent
  • Durchmesser: 22,25 mm
  • Dicke: 2,14 mm
  • Gewicht: 5,74 g
  • Form: rund
  • Farbe: gelb
  • Zusammensetzung: Nordisches Gold
  • Rändelung: glatt mit 7 Einkerbungen "Spanische Blume"
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 5 Cent
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 5 Cent
  • Durchmesser: 21,25 mm
  • Dicke: 1,67 mm
  • Gewicht: 3,92 g
  • Form: rund
  • Farbe: rot
  • Zusammensetzung: Stahl mit Kupferauflage
  • Rändelung: glatt
 
 
 
  Die Antwort    
Münze 50 Cent
Numismatische Spezifikationen:
  • Nennwert: 2 Euro (200 Cent)
  • Durchmesser: 25,75 mm
  • Dicke: 2,20 mm
  • Gewicht: 8,50 g
  • Form: rund
  • Farbe: außen: weiß / innen: gelb
  • Zusammensetzung: dreischichtig
  • Rändelung: Schriftprägung fein geriffelt
 
 
 
  Die Antwort    
Münzhoheit
Vgl. "Münzrecht".
 
 
 
  Die Antwort    
Münzkonvention
Mit den Begriffen Münzvertrag, Münzunion oder Münzkonvention bezeichnet man zwischenstaatliche Verträge über die gegenseitige Angleichung des Münzwesens, indem eine einheitliche Wertbasis, der sogenannte Münzfuß festgelegt wird. Man verständigte sich darauf, eine bestimmte Anzahl von Münzen aus einer festgelegten Menge an Metall zu prägen. Im Deutschen Reich nach 1871 waren es zum Beispiel 279
10-Mark-Stücke aus einem Kilo reinem Gold.
Heute gelten andere Kriterien für den Abschluss eines Münzvertrages. Weil er die ganze Währung, also auch Papiergeld, bargeldlose Zahlungsmittel wie Schecks und andere Geldformen mit einschließt, spricht man von einer Währungsunion. Die sicherlich größte Währungsunion aller Zeiten haben wir gerade live erlebt: Die Einführung des Euro.
 
 
 
  Die Antwort    
Münzmeisterzeichen
Als Münzmeister wird generell der Leiter einer Münzstätte bezeichnet, wobei dessen Aufgaben und Stellung im Laufe der Geschichte sehr unterschiedlich war. Bereits bei den alten Griechen und Römern gab es Münzmeister, deren Namen zum Teil durch Signaturen auf Münzen überliefert sind.

Die römischen Münzstätten waren ähnlich wie Industriebetriebe organisiert. Der Münzmeister selbst war direkt dem praefectus monetae (eine Art Finanzminister) unterstellt.

Seit dem Mittelalter haben sich die Münzmeister zunehmend auch mit individuellen Zeichen auf Münzen verewigt, sei es eine Rosette, ein Zainhaken (Zaine sind Metallstreifen, aus denen die Münzrohlinge ausgestanzt wurden) oder auch ein Monogramm. Münzmeisterzeichen sind somit immer schon ein Hinweis auf den Prägezeitraum und damit das Alter einer Münze gewesen.

Von aktueller Bedeutung sind Münzmeisterzeichen bei den neuen Euros. Dies gilt insbesondere für die Ausgaben der Königlich Niederländischen Münzstätte, die verschiedene Münzmeisterzeichen aufweisen: Pfeil und Bogen (Chris van Draanen, Münzdirektor von 1988–1999), Pfeil und Bogen mit Stern (Erik van Schouwenberg, Übergangsjahr 2000), Weinrebe (Robert Bruens, Übergangsjahr 2001), Weinrebe mit
Stern (Maarten Brouwer, seit 2002).

Interessant: Von dieser Besonderheit sind auch die ersten luxemburgischen Euros betroffen. Am Münzmeisterzeichen lässt sich hier nicht nur ablesen, dass die neuen Kursmünzen in der Utrechter Münzstätte geprägt wurden, sondern oben drein auch noch wann – denn das aufgeprägte Datum der ersten Euro-Kursmünzen von Luxemburg lautete bereits auf „2002“ und entsprach somit nicht den tatsächlichen Prägejahren 2000 und 2001.

 
 
 
  Die Antwort    
Münzmetalle
Die wichtigsten Münzmetalle sind die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium gefolgt von Kupfer, Nickel, Eisen, Aluminium und eine Vielzahl von Legierungen aus diesen Metallen.
 
 
 
  Die Antwort    
Münznamen
Die Namen für Münzen und Währungen haben oft sehr unterschiedliche Ursprünge. Häufig waren alte Gewichte der Ausgangspunkt, wie zum Beispiel beim israelischen Schekel (altorientalische Gewichtseinheit) oder bei der Mark, beim englischen Pfund und allen anderen aus dem lateinischen Namen „libra“ (Pfund) abgeleiteten Münzen, wie die italienische Lira. Kaiser und Könige gaben den Kronen ihren Namen. Ihr Wappenschild, lateinisch „scutum“, war Vorbild für die päpstlichen Scudi und für den portugisischen Escudo. Der Name für eine der berühmtesten Münzgattungen, dem Taler, ist abgeleitet von Joachimsthaler, den die Grafen Schlick um 1520 im böhmischen Joachimstal auf der Südseite des Erzgebirges in großen Mengen ausprägen ließen. Die Bezeichnung Taler wurde in viele Sprachen übernommen. So wurde er auf holländisch zum Daalder, in Skandinavien zum Daler, in Italien zum Tallero und im englischen Sprachraum zum Dollar.
 
 
 
  Die Antwort    
Münzplättchen
Vgl. "Schrötling".
 
 
 
  Die Antwort    
Münzrecht
Das Münzrecht (auch Münzregal oder Münzhoheit genannt) beinhaltet das alleinige Recht, Münzen zu prägen und damit auch den Gewinn daraus abzuschöpfen.

Traditionsgemäß liegt das Münzregal beim Landesherrscher (ursprünglich dem König), bei den modernen Staaten entsprechend bei den Finanzministern oder Zentralbanken. Ganz wichtig: Auch in Euroland verbleibt das Münzregal nach wie vor bei den nationalen Regierungen der an der Währungsunion teilnehmenden Staaten. Deshalb gibt es ja auch bei den Kursmünzen verschiedene nationale Rückseiten – im Gegensatz zu den neuen, von der Europäischen Zentralbank herausgegebenen Euro - Banknoten.

Ebenso werden weiterhin nationale Gedenkmünzen geprägt, wie im Euro-Startjahr 2002 hierzulande die fünf 10-Euro - Silbermünzen und der krönende Gold-Euro.

 
 
 
  Die Antwort    
Münzregal
Vgl. "Münzrecht".
 
 
 
  Die Antwort    
Münzunion
Mit den Begriffen Münzvertrag, Münzunion oder Münzkonvention bezeichnet man zwischenstaatliche Verträge über die gegenseitige Angleichung des Münzwesens, indem eine einheitliche Wertbasis, der sogenannte Münzfuß festgelegt wird. Man verständigte sich darauf, eine bestimmte Anzahl von Münzen aus einer festgelegten Menge an Metall zu prägen.
 
 
 
  Die Antwort    
Münzwert
Der Wert einer Münze kann differieren, je nachdem welcher Wert gemeint ist:

1. Der Metall- oder Materialwert sollte zur Zeit der Edelmetallwährung annähernd mit dem Nennwert übereinstimmen, was aber selten erreicht wurde. Lediglich der Materialwert bestimmter Ausgaben niederländischer 2 1/2-Gulden, schweizerischer 5-Franken und kanadischer Dollars (alle aus Silber) übertrafen den Kurswert.

2. Der Nominalwert ist der Wert, den eine gültige Münze im Zahlungsverkehr hat und der in neuerer Zeit meist dem Nominal als Wertzahl aufgeprägt ist.

3. Der Kurswert ist der Wert einer ausländischen Münze nach dem Stand des aktuellen Devisenkurses (Wechselkurs an der Devisenbörse).

4. Der Markt- oder Handelswert ist nicht festgelegt, sondern von Angebot und Nachfrage der Münze abhängig. Der Marktwert einer Sammlermünze wird durch Spekulation, Werbung, Trends und aktuelle Ereignisse beeinflusst.

5. Der wissenschaftliche Wert ist z.B. bei einer Fund- oder Leitmünze objektiv vorhanden, aber nicht durch einen Preis auszudrücken.

6. Der Liebhaber- oder Erinnerungswert ist ein subjektiver, individueller Wert, der nicht als Preis ausdrückbar ist, wie z.B. der Wert eines Talismans.

7. Der Sammlerwert, den eine Münze für einen Münzsammler hat, ist nur bedingt vom Marktwert abhängig und ist nicht der Maßstab für den objektiven Wert einer Münze.

8. Der Katalogwert, der für eine Münze in einem Münzkatalog angegeben wird, entspricht selten dem angegebenen Marktwert. Interessant ist das Verhältnis der angegebenen Preise untereinander und die Preisentwicklung. Wertangaben in Auktionskatalogen sind als Ausrufpreise für die Auktion anzusehen. Dabei ist zu beachten, dass zu dem ersteigerten Preis noch ein Aufgeld und die Mehrwertsteuer zu entrichten sind.

 
 
 
  Die Antwort    
Münzzeichen
Zeichenund Buchstaben auf Münzen, die an Münzmeister, Graveure und Prägestätten erinnern, bezeichnet man als Münzzeichen. Sie werden seit dem 18. Jahrhundert auf Münzen an markanter Stelle angebracht. Deutsche Münzen haben heute die Kennbuchstaben A, D, F, G und J.
 
 
 

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