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Nachahmung
Wird eine bereits außer Kurs gesetzte Münze nachgemacht, muß dies so eindeutig als Nachahmung gekennzeichnet sein, daß auch der Laie sie sofort als eine solche erkennt.
 
 
 
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Nachprägung
Dieser Begriff bezeichnet eine Münze, die vom Ausgabeland zeitlich später geprägt wurde. Während von den deutschen Münzen seit 1871 keine Nachprägungen existieren, prägen viele Länder bis heute noch Bullion-Goldmünzen, die die ursprüngliche Jahreszahl tragen. Solche Nachprägungen haben eine gesetzliche Grundlage, so daß es sich um echte Münzen handelt.
 
 
 
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Nasenblutengulden
So bezeichneten die Leute den 2/3-Taler von 1693 des Kurfürsten Ernst August von Hannover. Der Name kam zustande, weil wegen eines Münzstempelrisses unter der Nase des Fürsten ein Bild entstand, das wie Nasenbluten aussieht.
 
 
 
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Nationale Zentralbank
Abkürzung NZB, Bezeichnung für die Zentralbank eines Eu-Mitgliedsstaats, der an der EWU (->EWU) teilnimmt. Die NZB der EWU-Teilnehmerländer bilden zusammen mit der Europäischen Zentralbank
(->EZB) das Europäische System der Zentralbanken (->ESZB).
 
 
 
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Nennwert
Der Nennwert wird in der jeweiligen Landeswährung auf eine Münze geprägt. Dafür garantiert der Ausgabestaat, solange die Münze offizielles Zahlungsmittel bleibt bzw. auch darüber hinaus, wie im Zuge der Euro-Einführung.

In Deutschland beispielsweise können alte DM-Münzen zeitlich unbefristet zum amtlich festgelegten Wechselkurs in Euro eingetauscht werden. Bei Gedenkmünzen allerdings liegt der Sammlerwert in der Regel über dem Nennwert.

Als extremes Beispiel lässt sich die erste deutsche D-Mark-Gedenkmünze „Germanisches Museum“ von 1952 anführen. Sie trägt lediglich 5 DM Nennwert, wird aber in makelloser Erhaltung für weit über tausend Euro gehandelt.

 
 
 
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Ni=Nickel
Das Metall, aus dem eine Münze gefertigt ist, hat maßgeblichen Einfluß auf ihren Wert. Bei der Abkürzung "Ni" handelt es sich um das Münzmetall Nickel.
 
 
 
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Nickel
Reines Münzmetall: Hellsilbrig glänzendes, besonders hartes Metall. Nickel gilt als das wichtigste Legierungsmetall der modernen Münzprägung.
 
 
 
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Niob
  
Reines Niob ist ein hellgrau glänzendes und relativ weiches Schwermetall, das sich gut walzen und schmieden lässt. Durch geringe Verunreinigungen an Kohlenstoff erhöht sich die Härte und die Sprödigkeit erheblich. Dann kann es nur noch bei Rotglut verarbeitet werden. Die Schmelz- und Siedetemperaturen des Niobs sind sehr hoch. Bei sehr tiefen Temperaturen zeigt das Metall Supraleitfähigkeit. Elementar kommt es in der Natur nicht vor. Das bedeutendste Niobmineral ist der Columbit, ein Mischmineral, in dem vor allem Eisen-, Niob- und Tantalverbindungen vorkommen. Die wichtigsten Vorkommen liegen in Kanada, Russland, Kongo, Nigeria, Uganda, Thailand, Malaysia und Australien.

Der englische Chemiker Charles Hatchett (1765 - 1847) entdeckte im Jahre 1801 in London in dem Mineral Columbit ein bisher unbekanntes Oxid, das er als neues Element ansah. Er benannte es zunächst Columbium. 33 Jahre später wies Heinrich Rose (1795 - 1864) nach, dass das Oxid zwei verschiedene Elemente enthielt. Das eine war das bereits von Gustaf Ekeberg entdeckte Tantal, das andere benannte Rose nach Niobe, einer Tochter des griechischen Sagenkönigs Tantalos. Im Jahre 1864 gelang Christian Wilhelm Blomstrand erstmals die Herstellung von elementarem Niob durch eine Reduktion von Niob(V)-Chlorid mit Wasserstoff.

Der Columbit wird zunächst in Säuren oder Laugen aufgeschlossen. Nach der Zugabe von Wasser erhält man die unlöslichen Niob- und Tantaloxide. Nach dem Lösen der Oxide in Flusssäure gibt man Kaliumfluorid hinzu. Dabei entstehen die entsprechenden Fluoride. Das Tantalfluorid ist schlechter löslich als das Niobfluorid und kann daher abgetrennt werden. Nach einer erneuten Überführung des Niobfluorids in Nioboxid wird letzteres mit Kohle bei ca. 2000 °C reduziert, wobei Niob-Carbid (NbC) als Zwischenprodukt gebildet wird.

Niob dient vor allem als Ferroniob (Eisenlegierung mit 63 - 67 % Niob, 28 - 33,5 % Eisen und Zusätzen von Tantal, Aluminium und Silizium) als Legierungsbestandteil für rostfreie Stähle im Automobilbau, für Brücken, Hochspannungsmasten und Rohre. Hochtemperaturlegierungen auf der Basis von Niob, Eisen und Kobalt und Zusätzen anderer Metalle eignen sich für Gasturbinen und Triebwerke im Flugzeug- und Raketenbau. Niob-Zirkonium-Legierungen dienen zur Umhüllung von Kernbrennstäben, Legierungen mit Niob und Wolfram zur Herstellung von Thermometern im Hochtemperaturbereich. Niob-Titan-Legierungen werden für die Herstellung von Dauermagneten oder von großen Magneten in Teilchenbeschleunigern verwendet.

Ende Januar 2003 brachte die Münze Österreich die erste Münze aus Niob heraus. Die "handgehobene" Gedenkmünze "700 Jahre Stadt Hall in Tirol". Es handelt sich bei der Münze um die weltweit erste 25-Euro-Bimetallmünze mit der Besonderheit: Der Kern der Münze (Pille) ist blau.
 
 
 
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Nobel
Vom 14. bis 16. Jahrhundert eine wichtige englische Goldmünze.
 
 
 
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Nominalwert
Bei der Beschreibung einer Sammlermünze wird stets der aufgeprägte Nominalwert zur Unterscheidung von anderen oder ähnlich aussehenden Münzen genannt. Der Nominalwert hatnichts mit dem Sammlerwert zu tun. Er gibt einer kursgültigen Münze stets an, zu welchem Warenwert sie in Zahlung genommen wird.
 
 
 
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Nordisches Gold
Dieser klangvolle Name bezeichnet ein modernes Münzmetall, das vor allem einen Vorteil hat: Es ist frei von Nickel, das bei manchen Menschen Allergien auslösen kann. Deshalb wollte man auf das als Münzmetall eigentlich sehr geeignete Nickel bei der neuen Europawährung weitgehend verzichten. Die Münzen zu 10, 20 und 50 Cent sind deshalb aus „Nordischem Gold“ geprägt worden. Es besteht zu 89 % aus Kupfer mit einem Anteil von 5 % Aluminium, 5 % Zink und 1 % Zinn. Diese Metallmischung verleiht der Legierung eine goldgelbe Farbe, was ihr auch zu dem nobel klingenden Namen verholfen hat.
 
 
 
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Numismatik
Die Numismatik (von lateinisch numisma Münze), auch Münzkunde genannt, ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit Geld und seiner Geschichte. Gelegentlich wird auch das Sammeln von Münzen als Hobby Numismatik genannt.

Wichtigstes Objekt der Numismatik ist die Münze. Aber auch andere Geldformen wie Papiergeld, vormünzlichen Zahlungsmittel und münzverwandte Objekte wie Medaillen oder Jetons werden von der Numismatik untersucht.

Die Numismatik wird an Universitäten normalerweise als historische Hilfswissenschaft betrieben. Bei Epochen, aus welchen wenige schriftliche Quellen existieren, haben Münzen einen hohen Wert als Quelle zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte und zur Chronologie der Herrscher.

Für die Archäologie sind bei Ausgrabungen zusammen mit anderen Objekten gefundene Münzen wichtige Datierungshilfen für die zeitliche Einordnung des Gesamtfundes.
 
 
 
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Numisnautik
Sammler von Münzen und anderen Prägungen zur Seefahrtsgeschichte nennt man auch Numisnautiker - ein zusammengesetztes Wort aus Numismatik (= Münzkunde) und Nautik (= Schifffahrtskunde).

Der Name ist erst im 20. Jahrhundert entstanden, obwohl es Schiffsdarstellungen auf Münzen bereits seit der Antike gibt. Zahlenmäßig stehen unter den Münzen-Motivsammlern die Numisnautiker nach den Sammlern von Olympia-und Fußballmünzen an dritter Stelle.

 
 
 

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