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Silbertaler mit klingendem Namen
 
  Warum die Ausbeutetaler ein großer Segen für alle Beteiligten war    
  
Talermünzen prägten über Epochen hinweg sowohl deutsche als auch europäische Kulturgeschichte. Die berühmtesten unter ihnen erhielten sogar eigene besondere Spitznamen.

Über viele Jahrhunderte hinweg galt der Taler als wichtigstes Zahlungsmittel in Europa. Doch er war weit mehr als das, denn diese großen und schweren Silbermünzen boten erstmals den benötigten Platz für aufwändig und kunstvoll gestaltete Motive. Oftmals erzählen sie von der regionalen Geschichte und Kultur, weshalb die schönsten und berühmtesten Taler eigene Spitznamen bekamen, wie die im folgenden vorgestellten Ausbeute-, Kanonen-, Krönungs- und Madonnentaler.
 
  Krönungstaler 1861 von Wilhelm I.    
Gedenkprägungen anlässlich der Krönung eines Herrschers sind verschiedentlich aus der Münzgeschichte bekannt. In Deutschland ragt insbesondere der preußische „Krönungstaler“ hervor, der die Krönung von Wilhelm I. zu Königsberg am 18. Oktober 1861 würdigt. Er zeigt ein Doppelporträt des Königs und seiner Gemahlin Augusta im Krönungsornat. Auf der Rückseite sind deren gekrönte Initialen zu sehen, sowie Preußens Wahlspruch: SUUM CUIQUE (Jedem das Seine).
Preußen - Krönungstaler
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  Bayerns Madonnentaler    
In Bayern geht die Tradition der Prägung von sogenannten „Madonnen-“ oder „Marientalern“ auf König Maximilian I. zurück, der bereits Anfang des 17. Jahrhunderts erste Taler herausgab, die eine sitzende Madonna mit Kind zeigen. Zu den schönsten darunter zählt ein Silbertaler des 19. Jahrhunderts, den Ludwig II. in den Jahren 1865 bis 1871 – wobei die 1865er Ausgaben ohne aufgeprägte Jahreszahl sind – prägen ließ.

Einem prächtigen Gemälde gleich wirkt die Mariendarstellung der Schutzheiligen Bayerns, der „Patrona Bavariae“, die als Madonna mit Kind auf Wolken thront. Auf der Porträtseite hat sich der verantwortliche Kunstmedailleur Carl Friedrich Voigt unterhalb des Ludwig-Porträts mit seinem Namen „C.VOIGT“ verewigt. Der Nennwert, den man auf beiden Münzseiten vergeblich sucht, findet sich in der Randschrift: XXX EIN PFUND FEIN. Dies besagt, dass nach dem Wiener Münzvertrag von 1857 aus einem Pfund Silber genau 30 Taler zu prägen waren.
Bayern - Madonnen-Taler
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Berühmte deutsche Münze mit einer Marien-Darstellung
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